Feb 01

Montag

Bei dem Film handelt es sich um einen älteren Streifen. Vom Charakter her würde er wohl in die Schiene der Sonntagsfilme auf Kabel1 und Vox passen.

Den Film habe ich wohl als Kind mal geschaut. Hängengeblieben ist leider nur eine einzige Szene.

In dieser gibt es zwei Protagonisten, die die Schärfe ihrer Schwerter demonstrieren wollen. Der eine trägt hierbei einen Offiziersdegen und der andere ein Katana, so wie es die Samurai tragen.

Das Ganze findet an einem Brunnen statt, in einer Säulenhalle oder etwa einem Palast.

Der Herr mit dem Degen wirft ein paar Rosenblätter auf die Wasseroberfläche des Brunnen und hält den Degen mit der Klinge ins Wasser. Die Rosenblätter, die auf dem Wasser treiben werden durch die scharfe Klinge geteilt.

Der Kollege mit dem Katana scheint wenig beeindruckt und hält ebenso sein Schwert ins Wasser, wodurch sich dann das Wasser um die Klinge herum zu teilen scheint.

Wenn mich die Erinnerung nicht trügt, standen beide Soldaten in der Gunst des Gastgebers des Palasts. Aber offensichtlich geht es ein bisschen um die Ost-West-Rivalität.

Sachdienliche Hinweise bitte an mich, oder direkt hier in den Kommentaren. Vielen Dank! :)

Jan 14

Donnerstag

Nix wie runter, bevor das Friendship sinkt.

Jan 05

Dienstag

Interessante Frage:

Hat Spider-Man im Funkloch eigentlich auch kein Netz?

Dez 24

Donnerstag

Jeder spricht vom ‘Fest der Liebe’ und der ‘besinnlichen Zeit des Jahres’, dabei ist die Adventszeit so ziemlich das anstrengste, was einem im Laufe eines Kalenderjahres so passieren kann…

Das Motto lautet: ‘Wo das ‘Fest der Liebe’ anfängt, hört der Spaß auf!’

Je näher die Feiertage rücken, desto wahnsinniger werden die Leute auf der Straße und in den Geschäften. Chaos und Wahnsinn steigen proportional zur Anzahl der brennenden Adventskranzkerzlein.
Parkplätze werden weggeschnappt, auf anderer Leute Füßen gestanden, im Supermarkt rumgepöbelt, auf dem Weihnachtsmarkt rumgeschubst [-Ganz dufte Sache, wenn man gerade einen Kinderpunsch in der Hand hat..solltet ihr ma ausprobieren].

Von Liebe und Besinnlichkeit keine Spur…

Und dann kommt Weihnachten auch immer so plötzlich!
Manchmal kommt es mir vor, als würde das Datum jedes Jahr neu gezogen und mit nur 1 Woche Vorlaufzeit verkündet. [Manchmal wünsche ich mir, es wäre wirklich so...Dann könnte man den Wahnsinn wenigstens erklären...]

Ganz im Sinne von Charles Dickens besucht uns jetzt der Geist der vergangenen Weihnacht:

Früher war alles besser!

Als Kind war Weihnachten einfach nur herrlich!
Man ist noch zu klein, um selbst Geschenke zu besorgen, man glaubt noch dran, dass ein beflügeltes Christkindl -oder auch ein rotbekleideter alter Mann- die Geschenke für alle unter den Baum legt.  Die Stimmung war geheimnisvoll, spannend und festlich.
Bevor man die Geschenke auch nur anfassen darf, wird gesungen und gegessen (nacheinander! -ganz wichtig).

Mein Opa, der tollstbeste von Welt, hat meinen Bruder und mich immer in sein Wohnzimmer zitiert, während das Christkind die Geschenke unter den Baum meiner Eltern packte.
Während des Abendessens erklang dann plötzlich ein Glöckchen aus dem elterlichen Wohnzimmer.
[-Nachdem wir den Verdacht geäußert hatten, dass das Christkind gar nicht echt sei, da immer einer der 'Großen' fehlt, wenn's glöckelt, hatte Papa eine Glocke am Holzbalken im Wohnzimmer befestigt und ein Schnürchen durch Ösen bis zum Esstisch geleitet, wo er, ganz dezent, fernläuten konnte].
Mein Bruder rennt also los, und bleibt wie erstarrt vorm Wohnzimmer stehen als ihm einfällt, dass beim Läuten keiner gefehlt hat…
Unter allgemeinem Gelächter schleichen wir uns vorsichtig weiter…Ein kritischer Blick durch den Vorhang verrät:
Geschenke unterm Baum? Check!
Christkindmonster weg? Check!
Schwein gehabt!

Der Rest des Abends war einfach nur gemütlich. Geschenke aus- , und im weniger erfreulichen Falle auch ANprobieren, mit  der Familie zusammensitzen…Keiner muss weg, alle haben Zeit…Einfach schön!

Wenn man den Geist der diesjährigen Weihnacht betrachtet, hat der schon schwer an Zauber und Festlichkeit eingebüßt.
Wir wissen alle wo die Geschenke herkommen, und haben das meist sogar schmerzlich erleiden müssen, mein Opa ist nicht mehr da -was mindestens 90% weniger Flaire bedeutet, da er immer in Anzug und einer Wolke aus Rasierwasser erschien-, und überhaupt ist irgendwie nichts mehr wirklich ‘feierliches’ dabei.
Natürlich ist es nach wie vor schön, wenn die Familie zusammenkommt.
Ich liebe meine Familie! -Oder besser: Meine FamilieN! Für mich sind solche Festtage keine Plage, die es auszusitzen gilt…Und ich liebe es auch, Geschenke zu machen!
Und trotzdem kommt kein festliches Gefühl auf.
Man sagt immer, dass das wiederkommt, wenn ‘die nächste Generation’ da ist…Wenn es wieder Zwerge gibt, die mit leuchtenden Augen vorm Baum stehen und enttäuscht sind, das Christkind schon wieder nicht gesehen zu haben…[-Den Trick mit der Schnur am Glöckchen muss ich mir unbedingt merken]

Hoffen wir, dass sich das bewahrheitet! Ich hätte nichts gegen etwas mehr festlichen Zauber einzuwenden.
Bis dahin freu ich mich einfach, einen schönen Abend mit der Familie zu verbringen und Geschenke zu verteilen (und natürlich auch darauf, welche auszupacken ;) ).

Ich wünsch euch allen möglichst wundervolle Weihnachten!
sagt die Kathrin

Dez 18

Freitag

“Wie bist Du denn heute drauf? Hast Du deine kalte Milch heut Morgen zu schnell getrunken?” ;D

Dez 10

Donnerstag

Termin – Winter-pl0gbar-KL 2009

geschrieben von Lenny um 21:57 Uhr.

So hat ja garnicht lange gedauert diesmal. Der Termin steht endlich!

Am Samstag, den 12.12.2009 findet nun unsere nächste pl0gbar statt.

Ab 20.00 Uhr geht es los!

Im St. Martin in Kaiserslautern.

Wie immer an dieser Stelle von mir der Vorschlag des gemeinsamen Abendessens ;-)

Auch diesmal habe ich wieder ein Event bei mixxt angelegt.

Dez 01

Dienstag

Update: Bitte abstimmen! :)

Wann soll die Winter-pl0gbar-KL stattfinden?

  • Sa. 12.12.2009 (83%, 5 Votes)
  • So. 13.12.2009 (17%, 2 Votes)

Alle Stimmen: 6

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Das Jahr neigt sich schon bald dem Ende zu, da haben wir uns gedacht, “machen wir doch noch eine Winter-pl0gbar” :)

Problematisch wird sicherlich die Terminplanung dieses Mal, da viele bereits schon durch die Weihnachtsfeiern in den Betrieben gebunden sind. Trotzdem fände ich eine pl0gbar an einem Wochenende passend, damit möglichst viele, auch von außerhalb, noch kommen können.

Vorschläge meinerseits wären:

  • Sa. 12.12.
  • So. 13.12. ?
  • So. 20.12.

Wenn jemand noch weitere Vorschläge hat, kann er diese gerne in den Kommentaren kund geben und dann wird abgestimmt ;-)

Als Programmpunkte würde ich vorschlagen: gemeinsames Abendessen und/oder Besuch des Weihnachtsmarktes.
Bei einem Sonntags-Termin könnte man auch ein Früh Spätstück (gegen 12/13 Uhr) planen.

Auf jeden Fall darf wieder viel diskutiert werden!

Nov 23

Montag

Freitag der 13.

geschrieben von kathrin um 10:43 Uhr.

Ich bin kein abergläubischer  Mensch. -Wo ich ja nicht mal ohne aber gläubig bin…An einem Freitag, der gleichzeitig der 13. eines Monats ist, denke ich mir beim Aufstehen (oder vielleicht auch 1-2h später): Warum sollte der heutige Tag von Missgeschick und Unglück gespickt sein? Das ist diskriminerend…Ich finde, jeder Tag sollte gleich scheiße sein dürfen…Aber mich fragt ja wieder keiner…
Wie dem auch sei.
Ich stehe am Freitag dem 13. im Bad, als nach 10 Minuten im Radio zum 3. mal darauf hingewiesen wird, dass der heutige Tag ganz fies und gemein ist…Ich rolle die Augen entlang des mir maximal möglichen Kreisbogens und frage mich, wer diesem Schwachsinn (Aber-)Glauben schenkt.
Im Zug setzt sich mir gegenüber ein etwas verwirrt wirkender Mann gegenüber, packt sein Buch aus einer Plastiktüte aus, schlägt es auf, liest eine halbe Seite, greift in seine Tasche, nimmt eine Thermoskanne heraus, dreht sie auf, gießt sich Kaffee erst in den Deckel und dann über Hose und Buch. Er beginnt zu fluchen, ich denke: der Arme!
Zwischenhalt auf halber Strecke. Der Kaffeemann steigt, immer noch leise fluchend, aus. Ein Anzugmensch steigt ein, peilt den Sitz gegenüber an, setzt sich, springt wieder auf und fiept -äußerst  männlich-: ‘iiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeh! da is’ ja naaaaaass!’ und rennt weg.  -Scheinbar war die Thermoskanne der armen Socke auch noch im Rucksack ausgelaufen…
Während ich mich wundere, dass der Zug nicht weiterfährt, versucht sich eine ältere Dame am nassen Sitz gegenüber. Sie ist erstaunlich flink für ihr Alter…Noch bevor ich sie warnen kann, lässt sie sich nieder, hüpft wieder auf und sieht mich vorwurfsvoll an.
Mit 10 Minuten Verspätung macht sich der Zug endlich wieder an die Arbeit. Diese Verspätung reicht aus, um mich meinem Anschlussbus zur Uni hinterher winken zu lassen. Wunderbar! 30 Minuten im Niemandsland an einer Bushaltestelle. Leider stehe ich dort nicht allein. Etwa 20 Mitmenschen, die ebenfalls im Zug saßen, warten mit mir. Hinter mir beginnt ein Mädel, sich lautstark über die Missstände im öffentlichen Nahverkehr zu beschweren. Da sie 30 Minuten zu überbrücken gedenkt, verlagert sich ihr Schimpfschwerpunkt langsam von der Deutschen Bahn zur Universität und unweigerlich weiter zum leidigen Thema ‘Studiengebühren’. Mein Geduldsfaden beginnt, sich unter einem lauten Ächzen zu dehnen. Warum können manche Menschen eine kurzfristig anfallende, nicht zu ändernde, missliche Lage nicht einfach akzeptieren? Es scheint ihr unmöglich, einfach ihre Futterluke zu schließen. Hätte sie eine Seifenkiste zur Hand, würde sie sicherlich mit stolz geschwellter Brust darauf herumtrampeln.
Ich ziehe im letzten Moment die Reißleine, stöpsele 20 Sekunden vor einer bissigen Bemerkung meinen MP3-Player ein und danke im Stillen der Person, die dieses wunderbare, lebenrettende Ding mit dem Namen ‘Kopfhörer’ erdacht hat.

Danke!

Der Bus erreicht uns mit 5 minütiger Verspätung.
Als wir auf dem Campus ankommen, bin ich etwa 40 Minuten zu spät für eine 90 minütige Vorlesung, die meist bereits nach75 Minuten beendet wird. Ich beschließe also, mir diesen Auftritt zu ersparen und stattdessen gleich zur Arbeit zu fahren.
Auf dem Weg zur Bushaltestelle, noch auf der gegenüberliegenden Straßenseite, sehe ich meinen Bus kommen. Ich winke, der Fahrer winkt freundlich zurück…und fährt weiter.
Ich atme tief ein, informiere mich an der Haltestelle über den Fahrplan und meine Wartezeit: 20 Minuten…Nun ja…Warten klappt ja heute ganz gut.
Als mein Bus ankommt, befindet sich bereits eine Schulklasse im Innern. Das passt hervorragend zum Schema des heutigen Tages…
Auf etwa halber Strecke zur Zielhaltestelle werden wir von einem Autofahrer ausgebremst, der auch sofort wild gestikulierend vor dem Bus herumspringt.
Reifenpanne.
Man glaubt es kaum!
Alle aussteigen…auf den nächsten Bus warten!
Diesmal nur etwa 10 Minuten. Wie erfrischend!
Um weiteren Pannen aus dem Weg zu gehen, beschließe ich, den Rest des Weges einfach zu laufen. Wenigstens ist das Wetter angenehm.
Während ich den bisherigen Verlauf des Tages rekapituliere, komme ich um ein glucksendes Lachen nicht herum.
Viel zu viel Schwachsinn für einen Tag! -Wer kann das noch ernst nehmen?!
Auf der Arbeit erwartet mich schließlich der ganz normale Wahnsinn.
Erleichtert mache ich mich ans Werk, aber nicht ohne vorher der Azubine mit meiner Geschichte den Tag zu erhellen.
Ein Traum!

Hat das alles mit Freitag dem 13. zu tun?
Ich glaube nicht.

Wenigstens  hat man dann nochmal was zu erzählen!
sagt die Kathrin

Nov 20

Freitag

Immer und immer und immer und immer und wirklich IMMER wieder trifft man auf Menschen, deren Horizont erschreckend begrenzt ist. Ihr ständiger Begleiter. Auf Armlänge geschoben (-aber das scheinbar auch nur, um sich bequemer umziehen zu können), ist er so schnell greifbar, dass sich kein böser neuer Gedanke einschleichen kann.
-Soweit so ‘mir-doch-egal’.
Jeder darf seine Lebenszeit nach eigenem Gutdünken vertun…die EIGENE! -Ein ganz wichtiger Punkt!
Leider setzen sich viele Menschen darüber hinweg und verschwenden nicht nur die eigene, sondern entwerten gleichzeitig auch noch die kostbare Zeit der unglücklichen Seelen, die sich schlagartig an die Redewendung ‘zur falschen Zeit am falschen Ort’ erinnert fühlen.

Es geschieht so oft, dass man sich plötzlich in einer gänzlich unschönen -und vor allem ungewollten- Situation wiederfindet. Gerade war noch alles im grünen Bereich und plötzlich ist man Mitten in einer Debatte, deren Gehalt an den von in Orangensaft getauchten Wattewölkchen erinnert. Was tun?!
In 9 von 10 Fällen: Tot stellen! Einfach ignorieren…
Allerdings ist das bisweilen (genauer, in einem aus 10 besagten Fällen) schlichtweg unmöglich. Dann muss man sich entscheiden: Anfangen schreiend im Kreis zu laufen, oder mal so richtig schön auf die Kacke zu hau’n…
Da schreiend im Kreis laufen nicht so einfach ist wie es klingt, entscheide ich mich meist für Plan B: Ich hau auf die Kacke!

So geschehen in einem Seminar.
Man diskutiert über ‘dieses Twitter’…Ein Politikstudent äußert sich extrem abfällig zum Thema. ‘Alles total unnötig’. Auf Anfrage stellt sich heraus, dass Mann seine Meinung irgendwo aufgeschnappt hat. ‘Was interessiert mich, was irgendein Klaus-Dieter zum Frühstück isst?!’ -Super Argument! Ehrlich wahr…Mir fällt dazu spontan ein, was Dieter Nuhr mal auf ein T-Shirt hat merchandisen lassen:
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!
Leider tut er das nicht. Es geht munter weiter. Sein nächster Programmpunkt: Die Blog-Kultur…Jeder darf seinen Schrott online stellen. Meine Zündschnur fängt Feuer…Er redet und redet…
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Ich schalte mich ein…’Hast du dir ‘dieses Twitter’ schonmal angesehen? Weißt du, worum es dort geht? Seit wann gibt es an einem Ort, an dem sich Menschen vesammeln, nicht mindestens einen Honk?!’

Jeder entscheidet selbst, ob er die Plattform als Übersicht der eigenen Nahrungsaufnahme, zum fachlichen Austausch, als private Spaßfabrik, oder eben gar nicht nutzen möchte. Gleiches gilt für ‘das Internet’. Ob man seine Einkäufe online abwickelt, mit Menschen kommuniziert, oder lieber einfach nur heimlich ein paar Pornos kucken möchte, bleibt Jedem selbst überlassen. Man kann das Teufelswerk auch gänzlich ignorieren. Allerdings möchte ich dann höflichst bitten, sich auch unqualifizierte Stammtischparolen zu verkneifen.

Manch einer mag mir zustimmen, wenn ich sage:
Menschen, die zu ALLEM eine Meinung haben, mögen bitte öfter mal herzhaft in ihre Stulle beißen und sich an Mamas Worte erinnern:
‘Mit vollem Mund spricht man nicht!’

-Mit leerem Kopf im Übrigen auch nicht.
sagt die Kathrin

Okt 13

Dienstag

Immer wieder kann man hilfreiche Tipps lesen zur Online-Reputation. Viele dieser Artikel sind aber einfach nur überspitzt,  hoch dramatisiert und leider wohl auch überbewertet.

Meistens richten sie sich an Einsteiger, die ihren Erstkontakt mit dem Internet mit einer Registrierung, z.B. beim StudiVZ feiern. Kurz darauf hören sie dann von einem Kumpel, der schon knapp zwei Tage länger angemeldet ist, von Eingriffen in die Privatsphäre und davon, dass nun gewiefte Arbeitgeber auch Online-Profile nach Unstimmigkeiten und Bildern von Saufgelagen durchforsten. Wenig später ändert man dann fix seinen Namen auf dem Portal und passt noch dazu die Privatsphäre-Einstellungen (Neudeutsch “Preiwässi Sättinks”), nach den Empfehlungen des Kollegen, an. Zurück bleibt für Außenstehende eine leere Seite ohne Inhalt (”Kontännt”), die noch dazu unter dem falschen Namen “Graf Zahl” o.Ä. sinnfreiem  erscheint. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung, das Profil ist nun wirklich sicher. Jetzt können nach Herzenslust Bilder hoch- und runtergeladen werden, findet ja eh keiner mehr. Die Online-Reputation geht damit gegen Null. Fail.

Andere machen vermeindlich alles richtig und wollen es auf Business-Netzwerken, wie Xing so richtig krachen lassen. Es wird das Bild hochgeladen, zu dem damals noch die Mutter kommentiert hat: “Da siehst Du so richtig erwachsen aus”. Wir erinnern uns an dieser Stelle auch kurz daran, dass solche Mütter mit eben solchen Kommentaren ihre Kinder auch gerne mal zu PopStars oder DSDS ins direkte Verderben schicken.

Nachdem mit dem Profil-Photo die erste Hürde überwunden ist, macht man sich daran seinen Werdegang, von der Geburt bis hin zur morgentlichen Busfahrt zum Arbeitsplatz, zu beschreiben. Dabei fasst man noch kurz zusammen, was man eigentlich so kann: lesen, schreiben, reden (viel und reichlich), rechnen (nicht so dolle und auch bitte keine so krummen Zahlen). Vielleicht erwähnt man noch kurz, dass man zwischen Geburt und Busfahrt, also quasi auf dem Weg zum Bus noch BWL studiert hat.

Stolz gibt man den eigenen Namen bei Google ein und findet einen, aus Sicht der Mutter gutaussehenden, BWLer. Top, da bin ich nun, die Online-Reputation!

Hat man sich nun mit den üblichen Verdächtigen der Social-Networks beschäftigt, geht man gerne noch einen Schritt weiter Richtung Web2.0. Man möchte nicht nur gefunden werden, sondern man möchte dem Ganzen auch etwas zurückgeben und in Diskussionen und Beiträgen Reputations-Punkte sammeln. Nach einiger Zeit stellt man dann also fest, dass man wohl der einzig wahre “Ralf Müller” ist. Zumindest der einzige, der in fünf verschiedenen Social-Networks mitmischt. Außen Top-Hits, innen Geschmack und einiges an Fachwissen (”Knoff-Hoff”), sollen diese Suchergebnisse an Eindruck vermitteln.

Nun kann man sich natürlich folgende Situation vorstellen. In einer BWLer-Sekte (Xing-Gruppe), lernt man einen Ex-Studenten kennen, der zufälligerweise an der selben Uni studiert. Dann freundet man sich natürlich im StudiVZ an, der Kollege tritt mit Kommentaren die Bilder breit und erzählt das allen seinen Xing-Kollegen. Man sieht seine so mühsam errichtete Reputations-Bastille zusammenbrechen. Das Gefühl ist in etwa das gleiche, wie wenn man noch das Geräusch im Ohr hat, als man den Papierkorb auf dem Dekstop leerte und nun anfängt eine wichtige Datei zu suchen. Die siehst Du so schnell nicht wieder.

Aber Alles halb so wild, ist ja nur eine Xing-Gruppe nichts öffentliches, nur für Mitglieder und auch nur für zugelassene mit original BWLer-Profil-Bild. Die Trennung von Privatem und Offiziellem hällt also auch hier wunderbar stand.

In den Medien hört man öfter mal, dass Amokläufe und Flugzeugabstürtze über dieses Twitter publiziert werden. Kann man sich ja mal anschaun. Graf Zahl aka Ralf Müller fängt nun also auch an zu Twittern; naja zuerst nicht so richtig, dann haut man mal ein paar SEO-Links raus und gibt anderen Tipps, wie man richtig viele Follower an Land zieht. Die Anzahl der Posts stagniert erstmal, bis man selbst merkt, dass 1.000 Follower vielleicht etwas hochgegriffen sind, wenn man selbst nur 30 hat. Nundenn.

Nach langem hin und her entschließt man sich dann aber, Twitter nur noch privat zu nutzen. Man folgt einfach ein paar Usersn, die ähnliche miese Beiträge schreiben und freut sich am Miteinander.

Später im richtigen Job Twittert man ja gerne mal zwischendurch. Plötzlich kommt der Kollege rein und fragt: “Sag mal surfst Du schon wieder während der Arbeitszeit auf diesem Twitter?” Du guckst nur genervt und twitterst noch schnell ein kurzes: “Man dieser n00b weiß nichtmal was Twitter eigentlich ist.” und fügst wenig später noch an: “…soll er doch zu dieser Niete von Chef gehen und sich beschweren.”

Die Frage ist eigentlich dann nur noch, wie lange es dauert, bis einer der übrigen Mitarbeiter die Verknüpfung von Graf Zahl zu Ralf Müller herstellt und das dann dem Chef beichtet. Auf jeden Fall hat man dann unter Umständen ganz lange Zeit nachzudenken, was man an welchem Online-Profil besser machen könnte. Vielleicht hätte man auf dem Xing-Profil nicht doch die Twitter-Url für Jederman angeben sollen. Who knows.

Sicher ist aber auf jeden Fall, dass man privates und geschäftliches im Internet meiner Meinung nach garnicht trennen kann, zumindest nicht auf Dauer. Der Google-Elefant vergisst nie. Zum durchschauen einer solchen Fassade braucht man in der Regel nur, entweder einen schlauen Menschen oder eine dumme Suchmaschine. Was passiert, wenn ein schlauer Mensch eine dumme Suchmaschine bedient erleben wir ja täglich am eigenen PC. Man findet zu den Dingen, nach denen man eigentlich gesucht hat, auch all diejenigen, von denen man garnichts wissen wollte; Stichwort “pony geschwollene zunge”. Wenn ich also nicht will, dass irgendeine Information von mir im Netz wiederzufinden ist, dann poste ich sie auch nicht in selbiges Medium.

Umgekehrt halte ich es für unsinnig zu behaupten, dass Alles was im Netz gefunden wird, später auch gegen einen verwendet wird. Derjenige, der noch nie besoffen war, zahlt den ersten Stein auf dem nächsten Betriebsausflug. Das Problem hat man aber im richtigen Leben auch, denn man weiß nie im Vornherein, was Andere über einen selbst denken und was sie wiederum dann als Information weitergeben.

Damit möchte ich diesen Beitrag nun auch beenden und hoffe, dass einige mal drüber nachdenken, was Sie alles über sich veröffentlicht haben in all den Netzen auf denen sie angemeldet sind und was man vielleicht besser machen könnte, um sich selbst möglichst originalgetreu anderen zu präsentieren, ohne dabei über die Stränge zu schlagen. Erstmal Maß halten, dann erst Maß trinken ;-)

Eine weitere Meinung zu diesem Thema findet man übrigens im Blog von Marco Ripanti.