Mittwoch
Natürliche Selektion – Ganz einfach selbstgemacht!
geschrieben von kathrin um 23:44 Uhr.Sei es nun auf dem Campus, im Bus, im Zug oder auf der Straße: Andauernd und ständig trifft man auf die unterschiedlichsten (Ab-)Arten der Gattung Homo Sapiens -Oder waren wir nicht sogar schon bei Sapiens Sapiens?
Hierzu findet man auf Wikipedia (man MUSS diese Seite einfach lieben):
Der Mensch (Homo sapiens) ist innerhalb der biologischen Taxonomie ein Säugetier aus der Ordnung der Primaten (Primates). Er gehört zur Unterordnung der Trockennasenaffen (Haplorhini) und dort zur Familie der Menschenaffen (Hominidae). Unter den Lebewesen zeichnen den Menschen vor allem zahlreiche kognitive Fähigkeiten aus. Diese konstituieren letztlich die menschliche Kultur und Gesellschaft sowie die Fähigkeiten zur Reflexion und Transzendenz.
( http://de.wikipedia.org/wiki/Mensch)
Nachdem ich kurz über den Begriff ‘Trockennasenaffen’ schmunzeln muss, stelle ich fest, dass wir alle ‘zahlreiche kognitive Fähigkeiten’ haben sollen…Alle? Wirklich ALLE?
Und dann auch gleich noch ‘zahlreiche’?!
Aufgrund meiner bisherigen, langjährigen Erfahrung werde ich das einfach mal so interpretieren, dass jeder seinen eigenen Reigen an lustigen kognitiven, (mehr oder minder) adäquaten Mitteln hat, um sich und seine Umwelt wahrzunehmen.
Der Spaß daran ist, dass eben nicht jeder den gleichen Bausatz bekommt…manche scheinen bei der Verteilung der Intelligenz in der Nase gebohrt zu haben, andere bei der von Humor, wieder andere haben ihre Schwächen im Bereich der Sozialkompetenz…oder sind einfach generell ma eben schnell auf’m Klo gewesen, als es kognitiv fähig zur Sache ging.
Fakt ist: Jeder muss mit dem klarkommen, was er mit auf den Weg bekommen hat!
Für Menschen wie mich, die mit bösartig sarkastischen und ironischen Anwandlungen zu kämpfen haben, kann das unschön enden…Denn der ‘Witz’ oder auch ‘springende Punkt’ kommt einfach oft nicht an…Entweder entsteht ein Moment peinlicher Stille -der mich immer an diese herrlichen Szenen aus alten Western erinnert, in denen der ‘gute’ und der ‘böse’ Revolvermann sich gegenüberstehen, und die einzige Dynamik der Situation durch diese vertrockneten Buschknäuel erzeugt wird- : Man steht da und es passiert NICHTS…Manchmal wünsche ich mir dann, tatsächlich einfach ne Knarre ziehen zu können, und den offensichtlich inkompatiblen Gesprächspartner aus dem Weg zu räumen…
Mindestens ebenso herrlich ist es allerdings, FALSCH verstanden zu werden…Denn dann darf man anfangen, das Gesagte in seine kleinsten Partikel zu zerlegen, um sich das Hexenfeuer zu ersparen…
Nach langen Jahren der Selbstgeißelung und Zurückhaltung, der Unterdrückung meiner Lieblinge Sarkasmus & Ironie, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass man sich damit keinen Gefallen tut…Im Gegenteil: Man quält sich mit Menschen, die einem den letzten Nerv rauben, führt Gespräche, die einem den Gedanken an eine Darmspiegelung reizvoll erscheinen lassen. Und wozu? Um möglichst von jedem gemocht zu werden! Ist das sinnvoll? Oder wurde einem das eigene Wesen nicht geschenkt, um sich sein Umfeld übersichtlich zu halten? -Mal im Ernst…Wenn man zu jedem gegebenen Anlass sämtlichen Pappnasen, die das Glück hatten, einem in einem ungünstigen Augenblick in den Weg gefallen zu sein, ein Bier spendieren müsste?! Wer kann sich das denn heutzutage noch leisten?
In meinem Alter hat man da auch ganz einfach nicht mehr die Nerven, sich das alles anzutun ![]()
-Das mit dem Alter ist übrigens ne feine Ausrede, die man auf fast alles passend schustern kann.
Ich habe für meinen Teil jedenfalls irgendwann beschlossen, dass ich eben NICHT auf meinen Humor verzichte, wenn ich auf neue Leute treffe…Das ist unglaublich effektiv und erspart allen Beteiligten kostbare Lebenszeit. Meine Art der natürlichen Selektion, frei nach Kollege Darwin.
Und da ich mit einem Zitat begonnen habe, möchte ich auch mit einem wunderschönen Satz des guten bösen Max Goldt schließen:
“Kulturell lebt der Mensch aber auch davon,dass er mit Dingen,
die Andere tun,nicht zufrieden ist und ihnen etwas entgegensetzt,
das er besser findet.
solchem Streben dienlich ist ein gewisser Stolz,
der besser gedeiht,
wenn man sich nicht zu jedem an den Tisch setzt.”
(Max Goldt)
Nichts für ungut
Bis hierher und nicht weiter, sagt die Kathrin.
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Mai 7th, 2008 um 23:52
eeeeeeeeeeeinfach köstlich

Ich liege gerade ernsthaft unter’m Tisch vor lachen
*daumen absolut nach oben* !
Das sollte man Rahmen und an die Wand hängen
Mai 8th, 2008 um 09:01
Dieser Petition schließe ich mich an…. herrlich und SOOO treffend! Du kannst einfach meine Liebe!!