Freitag
Was passiert, wenn man zu viel Zeit hat?
geschrieben von kathrin um 01:20 Uhr.Erst mal: ‘ZU viel Zeit’ ist ein dehnbarer Begriff…
Im Zusammenhang mit ‘Arbeit’ ist eigentlich ALLES ‘zu viel’.
Geht es aber um tolle Sachen (Urlaub…und tolle Sachen eben), kann man gar nicht genug ‘zu viel Zeit’ haben…
Aber das nur vorab, sonst schweife ich ab und vergesse, was ich EIGENTLICH schreiben wollte!
Vielleicht kennt der Ein oder Andere das [ich verabscheue dieses nervige Gleichberechtigungsgeplänkel und boykottiere es daher ganz bewusst. Man(n/Frau) darf sich gerne diskriminiert fühlen. Diesbezügliche Beschwerden bitte als Kommentar gut sichtbar unterhalb des Textes platzieren.]: Man tut etwas, oder auch gar nichts bestimmtes, und auf einmal ist sie da: Die (momentane) Frage aller Fragen!
So geschehen im Urlaub, als wir vor einem Pinguingehege zum Stehen kamen…Plötzlich, aus einem wolkenlosen Himmel, fuhr es mir ins Hirn:
Wie legen sich Pinguine eigentlich hin?
Sie haben keine Knie, um sich auf halbem Wege abzufangen.
Ihre Füße aus Kälteschutzgründen am Arsch.
Die Beschaffenheit und Lage der Ärmchen scheint auch nicht gerade für Liegestützen entworfen worden zu sein.
Alles in Allem würde ich sagen: Da hat jemand schlampig gearbeitet!
Also: Wie legen die armen Tiere sich hin?
Einfach nach vorn auf die Fresse? Echt jetzt? Wenn es wenigstens möglich wäre, sich nach Hinten fallen zu lassen…Aber nein…aus meinen statischen Kenntnissen und messerscharfer Logik schließe ich: Auf die Fresse legen ist der einzige Weg!
Da ich allerdings ein Freund wissenschaftlicher Untermauerung einer solchen These bin, hieß es von da an: Abwarten! Bei geschätzten 25 Tieren im Gehege sollte es ja nicht allzu lange dauern, bis sich einer ‘ablegt’. Von wegen! Diese kleinen Scheißer!
Ich muss also zugeben, dass ich nicht mit eigenen Augen gesehen habe, dass meine These der Wahrheit entspricht…Allerdings sollte es nicht allzu schwer sein, Belege dafür zu finden. -Ich geb einfach mal bei google ‘Müssen sich Pinguine echt auf die Fresse fallen lassen, wenn sie müde sind?’ ein…Das sollte funktionieren.
Und schon habe ich auch eine ganz elegante Überleitung zu meiner nächsten Frage, die mich just heute (in Wein-)heimsuchte [ganz übler Wortwitz, ich weiß! -Auch hier gilt: Beschwerden in den Anhang!]:
Sind die Tage der guten alten (total nervigen) Schnitzeljagd gezählt?
Wer erinnert sich nicht an dieses völlig sinnfreie, aufwendige [die neue Rechtschreibung mag ich auch nicht] Lebenszeit fressende, von Lehrern so geliebte ‘Spiel’, das arme Kinder dazu zwingt, in einer fremden Stadt, mehr oder weniger planlos umherzuirren, um Fakten zusammenzusuchen, die man niemals brauchen wird?!
In Zeiten des web² [-brandneuer Ausdruck, heute erst in meine Wortschatztruhe aufgenommen] kann es sich nur noch um ein paar wenige Jahre handeln, bis die Schüler einfach ihr iPhone (oder irgendein GUTES webfähiges Handy) aus der Tasche ziehen, und den unnötigen Scheiß ganz gemütlich bei Kippe und Bier an der Currywurstbude aus dem Netz ziehen.
-Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass sie genug Grips in der Birne haben, auf die Idee zu kommen…das sei jetzt einfach mal dahingestellt…
Aktuell betrachtet ist das ganze Unterfangen sowieso höchst fahrlässig: Kinder in einer ihnen unbekannten Stadt, in Kleingruppen handlich verpackt…Da braucht nur ein gewaltspielespielender Irrer vorbeizukommen und seiner wilden Phantasie freien Lauf zu lassen…
-Wenn dann der böse Zeigefinger kommt, will’s wieder keiner gewesen sein…
Und alles nur, weil der Lehrer mal ein bisschen zu viel Zeit haben wollte…
Zu viel Zeit is’ einfach nix…
sagt die Kathrin
| Trackback | Kurzlink








September 25th, 2009 um 11:49
Unglaublich
Guck dir mal “Die Reise der Pinguine” an – da siehst du es nämlich, wie sich ein Pinguin hinlegt: Genau so, wie die Kerlchen auch ins Wasser springen, nämlich einfach mit genügend Anlauf
Aber eigentlich schlafen die ja auch sitzend, glaube ich.