Jun 09

Donnerstag

Problem:

Hat man ein InfoPath Form mit Code hintendran, wird dieser standardmäßig als Projekt-Datei im Verzeichnis des Users abgelegt.

Beispiel:

C:\Users\<Benutzername>\InfoPath-Projekte\Projektname\meinProjekt.csproj

Beim Speichern, wird der Code in eine DLL kompiliert und in das Formular gepackt. Ohne diesen Ordner kann InfoPath das Formular also nicht mehr mit Code versehen.

Lösung:

Wenn man nun weiß, dass sich hinter einer InfoPath.xsn eigentlich ein cab-Archiv verbirgt, kann man die Dateiendung anpassen und sich die DLL aus dem Archiv extrahieren.

Mit Hilfe des “.NET ReflectorDisassemblers kann man sich dann aus der DLL die Projekt-Datein wiederbeschaffen! Das Tool funktioniert stand-alone und kann auch als Add-In in Visual Studio integriert werden. Das exportieren der Dateien war bei meinem Test auch mit der 14-Tage-Testversion möglich. In der kleinen Version als stand-alone Applikation kostet es aber auch nur schmale 25€. Den meisten Entwicklern dürfte eine solche Desaster-Recovery schon so viel wert sein ;-)

Wenn man die Dateien hat, kann man sie einfach wieder mit dem Formular in InfoPath verknüpfen.

Leider ist die Übersetzung m.E. nicht ganz lupenrein.

Beispiel (C#):

// aus
int i = 1
switch (i)
{
case 1: doSomething; break;
case 2: doNothing; break;
}

// wird
switch (1)
{
case 1: doSomething; return;
case 2: doNothing; return;
}

An dieser Stelle sind das nur “Schönheitsfehler”, man sollte aber auf alle Fälle nochmal über den Code schauen, bevor man ihn wieder irgendwo einbaut.

Aber auf jeden Fall ist das in meinen Augen besser, als keinen Code mehr zu haben ;-)
Noch als Anmerkung:

Theoretisch müsste es auch möglich sein, die DLL aus einer Vorgängerversion des Formular wieder in das cab-File zu packen, wenn man keine Änderungen am Code vorgenommen hat und auch in Zukunft nichts verändern möchte. Ist aber etwas tricky denke ich und InfoPath wird jedesmal meckern, weil er die Projekt-Dateien nicht findet.

Jun 03

Freitag

Wer einen O2-Tarif mit Internet-Pack-Option (Handy-Surf-Flatrate) hat, kann mit der “Mein O2″-App aus dem Android Market einige Frei-SMS verschicken.

Die Option in der App nennt sich Web2SMS und das Kontingent wird zu jedem Ersten des Monats wieder aufgefrischt.

Bei meinem Internet-Pack-M Plus sind das jeden Monat 50 freie SMS und mit meinem O2 o-Tarif spare ich damit jeden Monat 7,50€ (0,15€/SMS).

Versenden muss man wohl direkt aus der App, oder über die O2-Webseite. Verschickt man per App, findet man die abgesendeten Messages aber auch in Android’s hauseigener SMS-App.

Eigentlich eine coole Sache, wie ich finde…

Sep 01

Mittwoch

Als ich noch während meiner Vertragslaufzeit bei T-Mobile schon die Nase voll hatte vom iPhone, hatte ich mich kurzerhand entschlossen auf ein Android-Gerät umzusteigen.

Bisher gab es in diesem Zusammenhang eigentlich auch keinen nennenswerten Wermutstropfen.

Dennoch viel mir irgendwann auf, dass viele Android-User ihre Visual Voicemail vermissen. Ich selbst habe diese Funktion nie genutzt. Aber interessant wäre es natürlich schon den Dienst auch unter Android nutzen zu können (weil es geht).

Einigen Suchanfragen an Google zu folge, gibt es sogar eine passende App im Market, allerdings ist diese nur für Kunden in den USA nutzbar und steht hierzulande nicht zur Verfügung.

Im Kundencenter von T-Mobile.de kann man neben der Visual Voicemail auch zwischen der Standard-Sprachbox (Benachrichtigung per SMS) und einer ominösen “Mobilbox Pro” wählen. Ohne App ist diese aber genauso viel wert, wie die Visual Voicemail.

Das hat nun aber ein Ende! Es gibt nun endlich eine vollwertige Mobilbox Pro App im Market; direkt von den Entwicklern der Telekom. w00t!

Ich habe das Tool kurz getestet und es für gut befunden. Nachdem ich den Anruf verpasst habe, bekomme ich direkt eine Meldung in der Notificationbar, dass ich eine neue Nachricht erhalten habe. Diese kann man von dort ohne Umwege abspielen und dabei sogar direkt den Lautsprecher anschalten. Es wird gleich angezeigt, wer angerufen hat, sogar mit Bild und Anrufzeit.

Ein Nachteil ist bisher, dass man nun in Android zwei Meldungen bekommt. Einmal die von Android selbst und einmal die von der Mobilbox-App. Die App scheint zudem bei aktiviertem WLAN nicht zu funktionieren, sondern besteht wohl zumindest auf eine EDGE/UMTS-Verbindung. Das ist jetzt aber bisher nur eine Vermutung, getestet habe ich es noch nicht über alle Verbindungswege.

Näheres zur Mobilbox Pro findet man auf den Seiten von T-Mobile.de.

Wie das Ganze ausschaut könnt ihr noch auf mobiflip.de bewundern.

Jul 21

Mittwoch

Der Spanner im Computer

geschrieben von Lenny um 12:12 Uhr.

Die Rheinpfalz berichtete am Samstag über einen 44-jährigen Hacker, der sich über das Internet Zugriff auf Webcams von Jugendlichen verschafft hatte. Seine Zielgruppe waren junge, attraktive Mädchen.

Allein aus diesem Kontext heraus kann man erahnen, dass einigen Lesern sicherlich direkt übel wurde. Es werden sich sicher auch etliche Fragen ergeben haben:

  • Wieso ist es möglich sich so einfach Zugriff zu verschaffen?
  • Ist das Internet wirklich so unsicher wie es hier angedeutet wird?
  • Wie kann ich meine Kinder vor so etwas schützen?
  • Wieso hat man das nicht direkt bemerkt und eine Sperre etabliert?

Leider wurden die technischen Aspekte im Artikel der Rheinpfalz nicht so sehr beleuchtet. Daher möchte ich versuchen vielleicht den ein oder anderen dieser Aspekte auch noch zu erhellen.

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Sep 28

Montag

Wie man den Medien schon vielfach entnehmen konnte, sind die Änderungen klein, aber fein ausgefallen.

Über einige Funktionen habe ich mich besonders gefreut.

Die Performance ist Top. Vielen dürfte aufgefallen sein, dass das gesamte System schneller läuft. In den meisten Fällen liegt das am Support für 64Bit-Prozessoren. Das System arbeitet, soweit ein 64Bit Prozessor verfügbar ist, komplett im 64Bit-Modus. Bis auf wenige Anwendungen hat Apple seine hauseigenen Programme angepasst, auch einige andere Entwickler ziehen nun mit und rüsten ihre Software um.

Wer genauer wissen will, was genau mit 64Bit unterstützt wird und was es damit eigentlich auf sich hat, sollte sich diesen Link noch anschauen. Dort gibt es ebenso ein Tool, mit dem man feststellen kann, ob man einen 64-bittigen Prozessor oder sogar einen 64Bit-Kernel hat. Oder hier bei Apple als Tabelle.

64bit

Symbolvorschau für Bilddateien. Diese ist besonders auf dem Schreibtisch sehr schön anzuschauen und sogar die Icon-Größe ist einstellbar. Top!

Schreibtisch Symbol Vorschau

Aktuellen Ordner durchsuchen. Bei Suchvorgängen im Finder, kann man endlich einstellen, dass der aktuelle Ordner nach dem Suchbegriff durchforstet wird und nicht wie bisher, der gesamte Mac.

screen-capture-finder

Mehr freier Festplattenspeicher nach dem Upgrade. Viele Nutzer haben berichtet, dass sie mehr Speicherplatz frei haben nach dem Upgrade. Die Zahlen schwanken sehr, so habe ich Werte von 7 bis 17 Gigabyte lesen können. Welche Daten hierbei genau rausgefallen sind, konnte bisher noch niemand glaubwürdig erläutern. Mir selbst scheinen 17Gb auch etwas hochgegriffen.

Ich selbst kann leider keine Auskunft darüber treffen, da auf meinem System immer ca. 100Gb frei waren und ich wirklich nur grob schätzen könnte.

Der Preis von etwa 30€ für eine Upgrade-Version hat mich doch sehr positiv überrascht und ich finde, viel mehr sollte man für eine aktualisierte Version eines Betriebssystem auch nicht bezahlen müssen. Ich für meinen Teil würde einen Preis von etwa der hälfte der normalen Retail-Version als angemessen ansehen. Natürlich würde das keinen Sinn mehr machen, wenn der erste Release erst ein halbes Jahr her ist. Zudem sollte eine Änderung respektive eine Verbesserung des Systems schon recht deutlich erkennbar sein.

Zugegebener Maßen wir ich anfangs etwas skeptisch, was die Neuerungen betrifft. Genauso gut hätte man beim Vorgänger bleiben können. Wenn man es aber als ein Nice-to-have ansieht und den geringen Preis berücksichtigt, sollte man getrost umsteigen. Zudem hat man auf neueren Systemen tatsächlich einen deutlichen Performance-Gewinn.

Bei älteren Macs sollte man hingegen eher vorsichtig sein, da mit 10.6 auch endgültig der Umstieg auf Intel-only-Code vollzogen wurde. Das heißt, man wird vermutlich in Zukunft immer weniger Universal-Binarys finden, die mit den alten G-Modellen noch kompatibel sind.